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„Schwerwiegende“ und „vorsätzliche“ Verstöße gegen OSHA-Vorschriften – wo liegt der Unterschied?

By Avetta Marketing
February 11, 2021
4 minutes
„Schwerwiegende“ und „vorsätzliche“ Verstöße gegen OSHA-Vorschriften – wo liegt der Unterschied?

Im Zuge einer OSHA-Inspektion (Occupational Safety and Health Administration) stellt der Prüfer möglicherweise Vorfälle oder Verfahren fest, die gegen die Sicherheitsnormen und -vorschriften der Behörde verstoßen. Schwerwiegende und vorsätzliche Verstöße ziehen besonders harte Konsequenzen nach sich. Für beide Kategorien gelten je eigene Voraussetzungen und Strafen.

Die OSHA verhängt Vorladungen und Strafen auf der Grundlage der Art und des Schweregrads von Verstößen.

Schwerwiegende Verstöße

Ein schwerwiegender Verstoß liegt vor, wenn eine erhebliche Wahrscheinlichkeit besteht, dass Gefahren am Arbeitsplatz zu einem Vorfall führen können, der sehr wahrscheinlich Todesfälle oder schwere körperliche Schäden verursachen würde, und dass der Arbeitgeber von den potenziellen Risiken wusste oder hätte wissen müssen und keine angemessenen Maßnahmen dagegen ergriffen hat.

Die obligatorische Strafe für schwerwiegende Verstöße beträgt bis zu 7.000 USD, kann jedoch auf Grundlage der Vorgeschichte des Arbeitgebers, eines entsprechenden Vertrauensvorschusses, der Größe des Unternehmens und der Schwere des Verstoßes reduziert werden.

Vorsätzliche Verstöße

Als vorsätzliche Verstöße definiert die OSHA Fälle, in denen ein Arbeitgeber entweder wissentlich rechtliche Regeln und Vorschriften missachtet oder Gleichgültigkeit gegenüber arbeitsschutzrechtlichen Belangen an den Tag legt.

Bei Vorliegen eines vorsätzlichen Verstoßes wird dem Arbeitgeber eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 bis 70.000 USD pro Verstoß auferlegt. Wenn ein Vorfall zum Tod eines Mitarbeiters führt, wird der Verstoß zur Straftat und kann mit Geldstrafen bis zu 500.000 USD oder einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten geahndet werden.

Vorsätzliche Verstöße lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Verstöße aus wissentlicher Missachtung – der Verstoß besteht in der Weigerung, die ordnungsgemäßen Verfahren einzuhalten:
  • Der Arbeitgeber wusste von den OSHA-Normen und -Vorschriften und den mutmaßlichen Gefahren am Arbeitsplatz, entschied sich aber, keine entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.
  • Der Arbeitgeber kannte die OSHA-Normen und -Vorschriften bisher nicht, war sich aber ähnlicher gesetzlicher Anforderungen und der Gefahren am Arbeitsplatz bewusst und entschied sich, keine entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.
  • Der Arbeitgeber kannte die spezifischen Schritte, die erforderlich waren, um eine Gefahr am Arbeitsplatz zu beseitigen, und entschied sich, das Arbeitsschutzprotokoll zu missachten und stattdessen auf eigene Lagebeurteilungen zu vertrauen.
  1. Verstöße aus reiner Gleichgültigkeit – Verstöße, die durch einen Mangel an Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter verursacht werden:
  • Die Geschäftsführung hat Vorgesetzte auf niedrigerer Führungsebene bzw. Mitarbeiter nicht über OSHA-Regeln und -Vorschriften informiert.
  • Die Geschäftsführung hatte Kenntnis von einer offensichtlichen Gefahrensituation und ergriff wenige bis keine vorbeugenden Maßnahmen.
  • Der Arbeitgeber war sich der rechtlichen Voraussetzungen für eine Gefahr am Arbeitsplatz nicht bewusst, wusste aber aus einer externen Quelle, dass eine Gefährdung der Mitarbeiter bestand, und ergriff wenige bis keine Maßnahmen zur Behebung des Problems.
  • Der Arbeitgeber hatte keine Kenntnis von einer gefährlichen Situation, legte aber keinen Wert auf die Kenntnisnahme entsprechender Informationen.
  1. Strafrechtlich relevante vorsätzliche Verstöße liegen vor, wenn die Handlungen bzw. Unterlassungshandlungen des Arbeitgebers zum Tod eines Mitarbeiters geführt haben. Strafmilderungen aufgrund von Vertrauensvorschüssen sind nicht möglich.

OSHA-Standards und -Verfahren mögen ein eher dröges Thema sein, jedoch ist die Kenntnis und Einhaltung der ordnungsgemäßen Maßnahmen zur Vermeidung oder Begrenzung gefährlicher Vorfälle am Arbeitsplatz eine unverzichtbare Voraussetzung für die Reduzierung von Risiken für Ihr Unternehmen und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter und externer Dritter.

Weitere Informationen zu den Lösungen von Avetta zur Unterstützung des Arbeitnehmermanagements erhalten Sie auf unserer Website, telefonisch unter 844-633-3801 oder per E-Mail an [email protected]

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