Skip to main content

Neu!

Avetta übernimmt Pegasus | So entsteht der weltweit größte Anbieter von Lösungen für Supply-Chain-Risiko- und Mitarbeiter-Management. Mehr lesen

Deutschland verabschiedet richtungsweisendes Gesetz zum Schutz der Menschenrechte in globalen Lieferketten

By Avetta Marketing
September 09, 2021
4 minutes
Deutschland verabschiedet richtungsweisendes Gesetz zum Schutz der Menschenrechte in globalen Lieferketten

Am 11. Juni 2021 verabschiedete die deutsche Regierung ein Lieferkettengesetz, das sich mit Menschenrechtsfragen in der globalen Lieferkette befasst. Das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten ist eines der strengsten Gesetze zur Bekämpfung von Menschenrechts- und Umweltverstößen. Es soll sicherstellen, dass multinationale Unternehmen in Deutschland für jegliche Menschenrechts- oder Umweltverstöße in ihren globalen Lieferketten rechtlich verantwortlich gemacht werden können. 

Am Gesetzentwurf war bereits seit einigen Jahren gearbeitet worden

  • Im Dezember 2019 hatten Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, und Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Vorbereitung eines verbindlichen Sorgfaltspflichtengesetzes zum Schutz der Menschenrechte angekündigt.  

  • Im Jahr 2020 wurden die Ergebnisse einer Befragung veröffentlicht, bei der die Bemühungen deutscher Unternehmen zur Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht gemäß dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) überprüft werden sollten.  

  • Am 12. Februar 2021 gaben die Ministerien bekannt, sich auf einen Kompromiss für den Gesetzentwurf geeinigt zu haben.  

  • Das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten wird 2023 offiziell in Kraft treten. 

Was bedeutet das für Unternehmen? 

Das Gesetz verpflichtet in Deutschland ansässige Unternehmen ab einer bestimmten Größe dazu, Verfahren zur Wahrung der Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte und Umwelt in ihrer globalen Lieferkette einzusetzen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, wenn bei Zulieferern im Ausland Verstöße festgestellt werden. Ab 2023 werden hierfür Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern in Deutschland erfasst, ab 2024 werden die Bestimmungen auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern ausgeweitet. 

Bei Missachtung der Regelungen und Vorschriften sieht das Gesetz für große Unternehmen Geldbußen von bis zu 2 % ihres weltweiten Jahresumsatzes vor. Ab einer Geldbuße von 175.000 EUR hat die Regierung die Möglichkeit, das entsprechende Unternehmen vorübergehend von der öffentlichen Auftragsvergabe auszuschließen. 

Statistiken aus dem Land deuten darauf hin, dass die erste Einführungsphase dieser Verordnung 900 Unternehmen betrifft, während in der zweiten Phase 4.800 Unternehmen auf den Prüfstand gestellt werden. 

Menschenrechtsgesetze im globalen Maßstab 

Immer mehr Länder werden aktiv und entwickeln strenge Gesetze, um Unternehmen bei Menschenrechtsverstößen zur Verantwortung zu ziehen. So wurde beispielsweise im Jahr 2018 in Kanada ein Gesetzentwurf zur Bekämpfung moderner Sklaverei vorgelegt (House of Commons Bill C‑423). Dieser scheiterte zwar, ebnete jedoch den Weg für ein weiteres wegweisendes Gesetz, das zu Beginn des Jahres 2020 verabschiedet wurde und sowohl Kinderarbeit als auch Zwangsarbeit abdeckt. Dieser sogenannte Modern Slavery Act, oder Bill S‑211, enthält einen Zusatzartikel, der die Einfuhr von Waren untersagt, die durch Zwangs- oder Kinderarbeit produziert wurden. 

Laut einem 2018 veröffentlichten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen sowie der australischen Walk Free Foundation sind etwa 40,3 Millionen Menschen in irgendeiner Form von moderner Sklaverei betroffen – das sind dreimal so viele wie zu Zeiten des transatlantischen Sklavenhandels. 

Als Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen bekennt sich Avetta zu den zehn Prinzipien in den Bereichen Arbeitsnormen, Menschenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Die Lösungen von Avetta für das Risikomanagement in der Lieferkette unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung ethischer und transparenter Geschäftspraktiken und tragen damit zur Eliminierung moderner Sklaverei in den Lieferketten sowie zur Schaffung gesünderer Bedingungen am Arbeitsplatz bei. 

Weitere Informationen zum Schutz Ihrer Lieferkette erhalten Sie auf unserer Website, telefonisch unter +1-844-633-3801 oder per E-Mail an [email protected]

Subscribe to our Blog

More from the Avetta Blog

Auftragnehmerverwaltung, Unternehmensleitung (C-Suite), Anlagen, Arbeitsschutz, Versicherung, Rechtliches, Operative Geschäfte, Beschaffung, Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Andere(s)
Oktober 1, 2021
Auftragnehmerverwaltung, Unternehmensleitung (C-Suite), Anlagen, Arbeitsschutz, Operative Geschäfte, Beschaffung, Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Andere(s)
September 15, 2021
Auftragnehmerverwaltung, Unternehmensleitung (C-Suite), Anlagen, Arbeitsschutz, Versicherung, Rechtliches, Operative Geschäfte, Beschaffung, Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Andere(s)
September 9, 2021
Auftragnehmerverwaltung, Unternehmensleitung (C-Suite), Anlagen, Arbeitsschutz, Operative Geschäfte, Nachhaltigkeit
Juli 26, 2021
Upcoming Events
November 04, 2021 | 1 pm AEDT
Virtual
Webinar
Pegasus: Authentic Leadership: Mining Industry APAC
October 25 - 27, 2021
Saint-Hyacinthe, Québec
Industrial Maintenance Congress
16 - 17 November, 2021
Online
ProcureCon CPO Connect
November 2 - 4, 2021
Virtual
NextGen Supply Chain Conference
November 2 - 4, 2021
Birmingham, AL
Southeast Mine Safety and Health Conference
December 5 - 7, 2021
Palm Beach Gardens, FL
Procurement & Strategic Sourcing Forum
December 2, 2021
Virtual
Women in Safety North America
Nomvember 9 - 11 , 2021
Cleveland, Ohio
EHS Today Safety Leadership Conference
May 1, 2022
Banff, AB
Petroleum Safety Conference